Dez 14 2017

Adventskalender 2017

Dez 13 2017

Bilderrätsel Nr. 445

Da das letzte Bilderrätsel so schnell gelöst wurde, folgt nun ausnahmsweise noch ein weiteres, aber damit auch das definitiv letzte für dieses Jahr. In der Vorweihnachtswoche gibt es dann das 500. Kappuzzle®.

Abgebildet ist eine Ansichtskarte, auf deren interessantes Motiv mich Wolfgang Jensen schon vor über zwei Jahren aufmerksam gemacht hat:

Wie das Exemplar, das inzwischen Bestandteil meiner Ansichtskartensammlung ist, tragen auch zwei weitere, die ich gefunden habe, den Poststempel KAPPELN (SCHLEI) – hier von 1912, die anderen von 1909.

Also geht es tatsächlich um „unser Kappeln“. Aber wo soll denn diese

Badeanstalt an der Schlei

gewesen sein? Vielleicht hat jemand von euch eine Idee.

Möglicherweise hilft ja auch der Text wink , der auf der Rückseite beginnt und auf dem Bild endet. Effektiver kann man Platz nicht nutzen, oder? Aber dass man Ansichtskarten auch auf Vorderseiten beschrieb, möglichst ohne dabei das Motiv gänzlich unkenntlich zu machen, war damals durchaus üblich, wenn man viel zu berichten hatte.

Frage: Wo genau war diese Badeanstalt?

Da ich den Standort inzwischen kenne, wird auch dieses Rätsel jetzt „moderiert“.

Bilderrätsel Nr. 445

Bilderrätsel Nr. 445

Dez 16 2017

Kappeln – Advent 1967

Vor 50 Jahren

Da die nachfolgenden Fotos in diesen Tagen genau fünfzig Jahre alt sind, möchte ich sie gern noch einmal zusammenhängend präsentieren, auch wenn einige hier schon (ausschnittweise) zu sehen waren.

Es handelt sich um vier Aufnahmen aus einem Fotoalbum von Reinhard Richter, die im Rahmen der Foto-AG der Realschule 1967 entstanden sind.

Kappeln 1967 - Foto-AG der Realschule

Schmiedestraße (Foto-AG der Realschule 1967)

Mühlenstraße (Foto-AG der Realschule 1967)Rathausmarkt (Foto-AG der Realschule 1967)Tankstelle Lausen (Foto-AG der Realschule 1967)

Dez 15 2017

Rauhreif 1967

Vor 50 Jahren

Hier ein weiterer Beitrag von Manfred Rakoschek für den Schlei-Boten vor fünfzig Jahren.

Schlei-Bote - Anfang November 1967

Tau und Reif

Kleine naturkundliche Plauderei im Herbst

(Artikel von Manfred Rakoschek – abgedruckt im Schlei-Boten im November 1967)

Kappeln (mr). Wenn in den Herbsttagen die erste polare Kaltluft in unsere Gebiete eindringt, so ist sie meist stark feuchtigkeitsgesättigt. Wenn sie dann nahezu oder ganz zur Ruhe gekommen ist, wie wir es in diesen Tagen erlebt haben, dann kommt es oft vor, daß kaum oder keine Wolkenbildung auftritt. An den Abenden und in den Nächten taut es dann: auf allen unter freiem Himmel befindlichen Gegenständen bilden sich feinste Wassertröpfchen. Diese können manchmal beachtliche Größe annehmen.

Manchmal taut es nicht nur am Boden, auch in größerer Höhe bilden sich dann Wassertröpfchen: Nebel entsteht. Der Tau, der Nebel und die Wolken (außer Zirruswolken, die aus Eiskristallen bestehen) haben dieselbe Entstehungsursache: nahezu oder ganz feuchtigkeitsgesättigte Luft kühlt sich so weit ab, daß die relative Luftfeuchtigkeit von 100 Prozent überschritten wird. Wenn dieser sogenannte Taupunkt erreicht ist, bilden sich feinste Wassertröpfchen, weil die Luft keinen Wasserdampf mehr aufnehmen kann. Wird die Luft in diesem Zustand unter den Gefrierpunkt abgekühlt, so entstehen entweder in sehr großer Höhe (bis 11 km) und sehr tiefer Temperatur (um -40 Grad) Zirruswolken (Eisnadeln) oder in geringerer Höhe (um 2 km) bei Temperaturen um -3 Grad C Schneekristalle (wenn sie schmelzen und wieder gefrieren), Hagelkörner oder in Bodennähe, wenn die Tautröpfchen gefrieren, Reif.

Das rechte der beiden Bilder zeigt bereifte Brombeerblätter, Bild links bereiftes Gras, dessen gefrorene Wassertropfen an den Blattspitzen schon von den ersten Strahlen der Morgensonne geschmolzen worden sind.
                                                                                                           Fotos: Manfred Rakoschek

Dez 12 2017

Essbare Pilze 1967

Vor 50 Jahren

Bei meinen Jahresabschlussarbeiten bin ich auf ein paar alte Beiträge von Manfred Rakoschek aus dem Jahr 1967 gestoßen, die ich euch hier in diesem Jahr gern noch anbieten möchte.

Beginnen wir mit einem Artikel über das Pilze sammeln, den der Schlei-Bote am 2. Oktober 1967 abdruckte. Totz des Signums (sb) stammen nicht nur die Fotos, sondern der gesamte Artikel von Mani.

Auch wenn die Pilzsaison vorüber ist – in diesem Fall können fünfzig Jahre alte Erkenntnise auch in Zukunft noch hilfreich sein.

Schlei-Bote vom 2. Oktober 1967

Pilze, die man essen kann

(Artikel von Manfred Rakoschek – aus dem Schlei-Boten vom 2. Oktober 1967)

Kappeln (sb). Die Pilzsammler haben jetzt ihre hohe Zeit. Vornehmlich in den Buchenwäldern sind jetzt viele eßbare Pilze zu finden. Wer sich auskennt, dem erschließt sich jetzt eine ganze FülIe dieser schmackhaften Geschenke der Natur. Unsere Bilder, die uns Manfred Rakoschek zur Verfügung stellte, zeigen ein paar eßbare Pilze. Wir betrachten sie im folgenden von links nach rechts:

Das Stockschwämmchen, ein hellbrauner, büschelig oder auf morschen Buchenstämmen wachsender Pilz, riecht schwach holzartig und schmeckt mild. Obwohl der Pilz recht klein ist, reicht manchmal schon ein einziger Rasen für ein wohlschmeckendes Gericht; denn stellenweise kann man bis zu hundert einzelner Hütchen beisammenfinden, in Ausnahmefällen noch mehr.

Daneben der lilagrüne Täubling. Der glatte oder strahlig geaderte Hut erreicht bis zu 12 Zentimetern Durchmesser, seine Farbskala reicht von blaßlila über violett und grünviolett bis zu dunkelgrün. Der Stiel Ist weiß, seltener weißlich-lila. Die jungen Hütchen sind halbkugelig, das Fleisch kernig, der Geschmack mußartig. Er kann mit dem ebenfalls eßbaren, aber kleineren Taubentäubling verwechselt werden.

Auf dem dritten Bild sehen wir ein ausgewachsenes, fast 15 Zentimeter hohes kugeliges Exemplar der Rotkappe, auch Rothäuptchen oder Rotkäppchen genannt. Charakteristisch ist der rotbraune oder auch orange-rotbraune bis gelbbraune Hut und der gedrungene weiße Stiel, der graue bis braunschwarze Poren haben kann.

Daneben der Pfeffer-Milchling, auch weißer Kuhpilz oder Bitterling genannt, der oft groß und dick wird und bis zu 20 Zentimetern Hutdurchmesser erreicht. Manchmal tritt er in großen Gruppen auf. Er ist unschädlich, aber nur zu genießen, wenn er mit Butter, Speck und Zwiebeln gebraten wird, sonst schmeckt er sehr bitter. Dies bewirkt ein Piperon genanntes Harz, das Bestandteil seiner Milch ist.

Wer mehr von Pilzen wissen möchte, sollte in unseren heimischen Buchhandlungen einen der schönen farbigen Pilzführer erwerben.

Dez 11 2017

Bilderrätsel Nr. 444 – Saars Gasthaus

Vor 50 Jahren

In dieser Woche gibt es noch einmal ein Foto, das leider bisher nicht eindeutig zugeordnet werden konnte. Die Blumen mit den Glückwunschkarten auf dem Tresen deuten darauf hin, dass die Aufnahme von Manfred Rakoschek aus dem Jahr 1967 vermutlich anlässlich einer (fremden) Familienfeier in diesem Lokal entstand.

Eigentlich sollte es wieder ein „unmoderiertes“ Rätsel werden, aber da ich persönlich eine starke Vermutung habe, werde ich eine Gastwirtschaft sowie den möglichen Namen der Dame filtern. Vielleicht verdichtet sich ja mein Verdacht. Ich kann aber auch völlig falsch liegen und ein bereits veröffentlichter Kommentar enthält die richtige Antwort.

Bitte nicht einfach raten, sondern nur antworteten, wenn ihr es zu wissen glaubt, bzw. bei einem bestimmten Verdacht diesen möglichst begründen.

Frage: Um welches Lokal handelt es sich und welche Person ist auf dem Foto abgebildet?

Bilderrätsel Nr. 444 - Mehlby - Anne Saar

Anders als von mir vermutet handelt es sich nicht um das Schauspielhaus in Kappeln. Vielmehr befinden wir uns in

Saars Gasthaus in Mehlby

Die Frau hinter dem Tresen ist Anne Saar (genannt Anni), die die Gastwirtschaft bis 1969 führte.

Frau Saar wurde 1910 in Dellstedt geboren. 1939 heiratete sie Hans-Jürgen Saar, den Sohn des früheren Mehlbyer Gastwirts Hans Saar. Nachdem ihr Mann 1942 im Krieg gefallen war, bewirtschaftete Anne Saar das Lokal bis Mitte der 50er-Jahre zusammen mit ihrer Schwiegermutter Wiebke Saar, danach weitgehend allein.

Mehlby - Adressbuch Flensburg 1938Mehlby - Adressbuch Flensburg 1953

Mehlby - Adressbuch Flensburg 1955Kappeln - Amtliches Fernsprechbuch 1964

Mehlby - Saars Gasthaus

Aus Altersgründen, und weil keiner ihrer Söhne die Nachfolge antreten wollte, wurde die Gaststätte in der Flensburger Straße 56 1969 geschlossen und 1970 an die Jehovas Zeugen verkauft.

Mehlby - Königreichssaal - Jehovas Zeugen - Foto: Michaela Bielke (16.03.2014)Mehlby - Königreichssaal - Jehovas Zeugen - Foto: Michaela Bielke (16.03.2014)

Vielen Dank an Michaela Fiering, die in akribischer Detektivarbeit diese Informationen in kürzester Zeit zusammengetragen hat und sogar ein altes Foto auftreiben konnte.

Dez 09 2017

Friedhelm Steinmetz †

Friedhelm Steinmetz

Kieler Nachrichten vom 9. Dezember 2017

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